Direkt zum Hauptbereich

Kann den Üben sinnvoll sein? Zwei (erste) Übetipps!

Wegen Corona können wir nach wie vor nicht gemeinsam miteinander spielen. Und so wird das Üben zuhause manchmal ganz schön langweilig. Man ist fast versucht, das Instrument beiseite zu legen und zu sagen: "Ich warte jetzt einmal ab!" 

Abwarten muss aber gar nicht sein! Die folgenden beiden Tipps sollen etwas Abwechslung in den Übungsalltag bringen. Wir können uns die folgenden Fragen stellen - die Antworten darauf erfahren wir während des Übens - und schon vergeht die Zeit wie im Fluge: 

 Wie klingt denn eigentlich mein Ton?

Spiele eine einfache Melodie und lasse ein Aufnahmegerät (z.B. Handy) mitlaufen. Höre dir die Aufnahme an. Klingt es so, wie du dir das vorstellst? Ist der Ton hart, weich, luftig, hauchig usw.? Versuche nun die Klangqualität deines Tons in die Richtung zu bringen, die du dir vorstellst. Wie das geht, hast du sicher in den Musikstunden während deiner Ausbildung gelernt. Nimm dich dabei immer wieder auf. Nach einiger Zeit wirst du sehen, wie die Qualität zunimmt. Und diese gute Qualität wird nicht nur dir gut gefallen sondern kommt auch dem Gesamtklang des Orchesters zugute! 

Stimme ich eigentlich - ist meine Intonation korrekt?

Spiele halbe Noten in einem mäßigen Tempo. Bilde den Ton und schaue dann auf dein Stimmgerät: Wo kommt der Zeiger zum Stehen? Spiele nun eine kleine Tonkombination mit dem gleichen Ton und einen weiteren Ton: Wo kommt der Zeiger nun zum Stehen? Beachte: Es ist nicht so wichtig, welche Ferquenz (z.B. 442 Hz) dein  Grundton hat. Viel wichtiger ist, dass der Zeigerausschlag bei den verschiedenen Tönen ungefähr gleich bleibt. Das kannst du jetzt mit den verschiedensten Tonkombinationen probieren. Du wirst sehen, dass manche Töne sehr problematisch sind. Für diese gibt es häufig Hilfsgriffe. Schaue in deinen Unterlagen aus der Ausbildung nach, welche Hilfsgriffe es gibt. Natürlich musst du auch bewusst deinen Ansatz so steuern, dass die Töne richtig intoniert sind. All das ist auch eine ganz tolle Hörübung!  

Ich wünsche dir viel Spaß mit diesen beiden Übetipps!


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

  Wie gut kennst du eigentlich dein Instrument? Bild: Pixabay Ihr seid vielleicht schon viele Jahre ein "Paar" - du und dein Instrument. Ja, vielleicht lebst du sogar in Polygamie und pflegst Beziehungen zu mehreren Instrumenten. Du besitzt nicht nur eine Trompete sondern eine ganze Reihe!? Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir scheint immer wieder, dass jedes Instrument seine eigene Seele und seine Eigenheiten hat. Man kann das natürlich alles physikalisch, technisch begründen und das ist auch gut so. Aber trotzdem bleibt ein Rest unerklärbar. Vor allem bei Oboenrohren und Klarinettenblättern kann ich mir die Reaktion technisch physikalisch oft nicht erklären: "Gestern hat es doch noch gut geklappt, warum mag das Blatt heute überhaupt nicht mehr?" Ich bin mir sicher, auch du hättest solche Geschichten parat.... Nachdem wir uns immer noch allein mit Musik beschäftigen müssen, wäre vielleicht gerade jetzt eine gute Gelegenheit, sich mit den Eigenheiten des eigene

Blasmusik in der Corona Zeit? Ja!

F ast ein Jahr ist es her, dass wir unsere musikalische Arbeit mit der k. und k. Postmusik Tirol abrupt unterbrechen mussten. Das Programm für das Frühjahrskonzert war bis auf einige Kleinigkeiten bestens einstudiert. Alle freuten sich auf den Auftritt. Dann das plötzliche Aus! Lock down! Ab nach Hause! Vorerst ruhten die Instrumente. Erst im Juni 2020 konnten wir wieder mit kleinen Gruppen musizieren. Dann kam der Sommer und mit ihm im September doch noch zwei Konzerte unter strengen Sicherheitsauflagen. Wir hofften auf einen halbwegs ruhigen Herbst mit schönen musikalischen Erlebnissen. Allerdings wurden wir eines Besseren belehrt. Schon Mitte Oktober wurde die Arbeit durch das Wiederaufflammen der Pandemie beendet. Seitdem war ein gemeinsames Musizieren nicht mehr möglich.

"Fesche Geister" - ein Stück aus unserem Konzertprogramm

Fescher Geister - Ouvertüre  von Carl Michael Ziehrer Heute möchte ich euch ein Stück aus unserem Konzertprogramm 2021 ein bisschen näher vorstellen. Dazu schlage ich vor, dass ihr euch erst einmal einen kleinen Höreindruck über den folgenden Link verschafft:  Fesche Geister - MK St. Ulrich am Pillersee Der Komponist Die Ouvertüre "Fesche Geister" stammt aus der Feder von Carl Michael Ziehrer. Wir spielen das Stück in einer Bearbeitung von Otto Wagner, die im Rundel-Verlag erschienen ist.  Carl Michael Ziehrer wurde 1843 in Wien geboren und starb 1922 ebenfalls in Wien. Er erlernte zwar zunächst den Beruf eines Hutmachers. Nachdem er schon in frühen Jahren Klavier erlernt hatte, schrieb er schon mit 19 Jahren erste kleine Stücke. Ziehrer absolvierte Dirigieren und Komponieren. 1885 übernahm er das Kapellmeisteramt beim K.u.K Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4. Mit dieser Kapelle gab er Konzerte in ganz Europa und 1893 in Chicago im Rahmen der Weltausstellung.