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Blasmusik in der Corona Zeit? Ja!

Fast ein Jahr ist es her, dass wir unsere musikalische Arbeit mit der k. und k. Postmusik Tirol abrupt unterbrechen mussten. Das Programm für das Frühjahrskonzert war bis auf einige Kleinigkeiten bestens einstudiert. Alle freuten sich auf den Auftritt. Dann das plötzliche Aus! Lock down! Ab nach Hause! Vorerst ruhten die Instrumente. Erst im Juni 2020 konnten wir wieder mit kleinen Gruppen musizieren. Dann kam der Sommer und mit ihm im September doch noch zwei Konzerte unter strengen Sicherheitsauflagen. Wir hofften auf einen halbwegs ruhigen Herbst mit schönen musikalischen Erlebnissen. Allerdings wurden wir eines Besseren belehrt. Schon Mitte Oktober wurde die Arbeit durch das Wiederaufflammen der Pandemie beendet. Seitdem war ein gemeinsames Musizieren nicht mehr möglich.

 Trotz aller Ungewissheiten haben wir ein Konzertprogramm aufgestellt und proben seit Jänner im virtuellen Raum. Es ist zwar ein bisschen wie "Online-Essen-gehen", aber in jedem Fall besser als nichts. Jetzt hoffen wir, dass wir doch vielleicht nach Ostern wieder die analoge Probenarbeit aufnehmen können. 

In den nächsten Posts werde ich euch kurz erklären, was wir denn eigentlich bei den virtuellen Proben so machen!

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Eine virtuelle Probe - was ist denn das?

 Not macht erfinderisch. Nachdem wir im Jänner 2021 auf längere Zeit keine Möglichkeit sahen, unseren Probenbetrieb aufzunehmen, entschlossen wir uns kurzfristig dazu, in den virtuellen Raum auszuweichen. Rasch war eine ZOOM-Lizenz angekauft und die erste Probe konnte stattfinden. Allein sich wieder einmal zu sehen und wenigstens über Video zu kommunizieren, stellte sich bald als große Bereicherung für langweilige Lock-Down-Abende heraus. Miteinander zu spielen war zwar nicht möglich, dazu sind die Latenzen zu lang. So beschäftigten wir uns mit den Stücken, die für die kommende Konzertsaison geplant sind. Hörbeispiele wurden eingespielt; verschiedene Aufnahmen miteinander verglichen und diverse Stellen besprochen. Das Tempo wurde geklärt und über die Artikulation gesprochen. Eine Stunde ging so schnell vorbei; eine vergnügliche Sache! Und es blieb auch Zeit, sich ein bisschen über aktuelle Geschehnisse zu unterhalten. 
Das erste Konzert 1904  Wie war das eigentlich beim ersten Konzert der Postmusik? Die "Innsbrucker Nachrichten" vom 20. Juni geben uns darüber Auskunft! Obwohl nur geladene Gäste eingelassen wurden, waren dem Zeitungsbericht zufolge rund 1000 Personen im Garten des bürgerlichen Brauhauses anwesend.  Die Kapelle spielte mit 36 Musikanten in der "schmucken" (siehe Zeitungsbericht) Postmusikuniform unter der Leitung von Anton von An der Lan-Hochbrunn. Historisch besonders wertvoll ist die Tatsache, dass der Redakteur das gesamte Programm im Artikel aufzählt. Als Auftakt wurde der Marsch "Rheinsberg" von Karl Achleitner gespielt. Es folgten die Ouvertüre "Zum Turnfest" und ein der Walzer "Kränzchen" von Rezek. Den vierten Punkt bildete der "Trnka-Marsch. Es folgte eine Romanze für Euphonium-Solo. Heute noch oft gespielt, war anschließend die Polka francaise "Militärisch" von Karl Michael Ziehrer zu hören. Die Musik von Franz ...
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